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Kolpingsfamilie Traunreut besucht Waldkindergarten Bildung und soziales Engagement sind Themen, die der Traunreuter Kolpingsfamilie besonders am Herzen liegen. Am Donnerstag, 9. Juli 2026, besuchte Kolping daher eine besondere Traunreuter Einrichtung: den Leiterin Anja Parusel begrüßte die Gäste und erläuterte das Konzept des Waldkindergartens. Dieser verstehe sich als Einrichtung der frühkindlichen Bildung, in der Natur und Kreativität eine große Rolle spielen. Die derzeit 23 betreuten Kinder befinden sich den ganzen Tag über im Wald. Es gibt nur drei Ausnahmefälle, in denen das Ausweichquartier im Pierlinger Feuerwehrhaus aufgesucht wird: Gewitter, Sturm und Schneebruchgefahr. Im Wald selbst stehen darüber hinaus eine Hütte und ein Bauwagen zur Verfügung. Natur und Kreativität spielen eine Rolle Der Kindergartentag dauert von 7.30 bis 13.30 Uhr. Im Morgenkreis werden (immer wieder) die Waldregeln thematisiert. Außerdem werden die Pläne für den Tag besprochen. Dabei dürfen die Kinder mitreden und ihre Vorstellungen einbringen. Anja Parusel zufolge werden die Planungen der Pädagogen gelegentlich durchkreuzt, wenn die Kinder etwas Interessantes entdecken (Baumfällarbeiten, Tiere, Pflanzen usw.). Für die Vorschulkinder, die sich auf den Besuch der Grundschule vorbereiten, gibt es ein besonderes Programm. Auch dabei werden die Möglichkeiten des Waldes genutzt, indem etwa Buchstaben und Zahlen durch Steine und Tannenzapfen gelegt werden, bevor die Kinder schließlich lernen, mit Papier und Bleistift umzugehen. Spende von 500,- Euro für pädagogische Extras »Besteht die Gefahr, dass Kinder im Wald verlorengehen?«, so die Frage eines Kolpingmitglieds. Anja Parusel antwortete, dass dies noch nie vorgekommen sei, da die Kinder sich nur in einem bestimmten Bereich aufhalten dürften und das pädagogische Personal immer schaue, ob alle Kinder da seien. Kolpingvorsitzender Dr. Norbert Wolff wollte wissen, ob es Erfahrungen gebe, wie gut die Waldkinder sich später in die Grundschule integrieren. Anja Parusel meinte, dass die Kinder im Wald eine recht hohe Sozialkompetenz erwerben und dass dies ihnen den Einstieg in die Schule sehr erleichtere. Zum Schluss verkündeten Kolpingkassiererin Brigitte Schindler und Norbert Wolff, dass der Kolpingvorstand beschlossen habe, dem Waldkindergarten eine Spende in Höhe von 500,- Euro zukommen zu lassen. Von dem Geld solle etwas angeschafft werden, das den pädagogischen Alltag erleichtere, aber nicht über den normalen Haushalt finanziert werden könne. Anja Parusel hat dazu schon verschiedene Ideen, doch zunächst möchte sie mit dem Team und ebenso mit den Kindern darüber beraten.
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